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Salat-Wissen

Salat in Zahlen: Was die Schweiz isst

Welcher Salat ist der beliebteste, wie viel Gemüse essen wir pro Kopf, und woher kommt es? Die wichtigsten Zahlen aus offiziellen Statistiken, geprüft und mit Quellen.

3 Min. Lesezeit · 6. Oktober 2026

Symbolbild, KI-generiert

Wie viel Salat essen wir eigentlich? Die Antwort steckt in den Statistiken des Bundes und der Gemüsebranche. Vorweg ein Hinweis: «Pro-Kopf-Konsum» heisst in diesen Statistiken, was rechnerisch pro Person auf den Markt kommt. Was im Rüstabfall oder im Kompost landet, ist da mitgezählt. Die Zahlen zeigen also Grössenordnungen, nicht den genauen Inhalt unserer Teller.

Rund 67 Kilo Frischgemüse pro Person

Laut Agrarbericht des Bundes kamen 2024 in der Schweiz 67,5 Kilogramm Frischgemüse pro Kopf auf den Markt. Das war rund ein Kilo mehr als im Vorjahr, aber 2,5 Kilo weniger als im Mittel der vier Jahre davor. Zum Vergleich: 2017 waren es noch 73 Kilogramm.

Manchmal liest man auch höhere Zahlen, zum Beispiel rund 83 Kilo. Dann ist das Lagergemüse wie Rüebli, Zwiebeln oder Kabis aus dem Lager mitgerechnet. Beide Zahlen stimmen, sie zählen nur Unterschiedliches.

Woher unser Gemüse kommt

2024 stammten knapp 59 Prozent des frischen Gemüses aus der Schweiz, der Rest wurde importiert. 2017 lag der Schweizer Anteil noch bei 66 Prozent. Ein Grund für den tiefen Wert 2024 war das Wetter: Der nasse, kühle Sommer brachte Krankheiten und schwierige Ernten, die Schweizer Ernte lag 3 Prozent unter dem Mittel der Vorjahre. Gleichzeitig wurde so viel Fläche mit Frischgemüse bepflanzt wie nie: 14’522 Hektaren.

Der Lieblingssalat: Eisberg

Unter den Salaten ist der Eisbergsalat klar die Nummer 1. Rund 3,7 Kilogramm werden pro Kopf und Jahr gegessen, damit liegt er auf Platz 7 der Gemüse-Hitparade. 2025 wuchsen in der Schweiz rund 18’880 Tonnen auf etwa 760 Hektaren, dazu kamen knapp 14’600 Tonnen aus dem Ausland. Schweizer Eisbergsalat gibt es von Mai bis Oktober.

Früher war er noch beliebter: 2015 lag er mit 4,32 Kilogramm pro Kopf auf Platz 4. Seither ist der Konsum um gut ein halbes Kilo gesunken, und andere Gemüse haben ihn überholt. Übrigens besteht Eisbergsalat zu 95 Prozent aus Wasser, was seine Knackigkeit erklärt.

Kopfsalat, Eichblatt, Lollo und Batavia

Der klassische Kopfsalat kommt auf knapp 1,8 Kilogramm pro Kopf. 2024 wurden in der Schweiz über 10’700 Tonnen geerntet und über 5’000 Tonnen importiert. Bei den anderen Blattsalaten sah es 2024 so aus:

Eichblatt: gut 4’700 Tonnen aus der Schweiz auf rund 250 Hektaren, dazu 1’200 Tonnen Import. Batavia: rund 4’100 Tonnen aus der Schweiz, dazu 1’500 Tonnen Import. Lollo: knapp 3’900 Tonnen aus der Schweiz auf etwa 130 Hektaren, dazu gut 1’600 Tonnen Import.

Auffällig: Bei allen diesen Salaten stammt der grösste Teil aus der Schweiz. Bei Salat ist das einfacher als bei Tomaten oder Peperoni, weil er gut im eigenen Land wächst und frisch am besten schmeckt.

Und die Nummer 1 beim Gemüse?

Das beliebteste Gemüse der Schweiz ist das Rüebli: Mit mehr als sieben Kilogramm pro Person führt es die Gemüse-Hitparade an. Auch hier zeigt die Statistik einen leichten Rückgang: 2015 waren es 8,68 Kilogramm, 2017 noch 7,91 Kilogramm. Die Tomate folgte 2015 mit 7,13 und 2017 mit 6,61 Kilogramm. Zählt man allerdings die Cherrytomaten zu den Tomaten dazu, liegen die Tomaten vorne. Wer also über die Nummer 1 streitet, hat je nach Zählweise beide recht.

Passend dazu unser schnellstes Rezept: Rüebli-Apfel-Salat, in zehn Minuten fertig.

Was die Zahlen nicht zeigen

Lange Zeitreihen für einzelne Salate, etwa wie viel Nüsslisalat 1980 gegessen wurde, sind nicht frei verfügbar. Die Gemüse-Zentralstelle führt sie in ihren kostenpflichtigen Jahresberichten. Wir haben deshalb nur Zahlen verwendet, die öffentlich belegt sind, und jeweils das Jahr dazugeschrieben.

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Quellen